Worst of 2016

Meine schlechtesten Fotos des vergangenen Jahres. In einer einzigen Galerie. Das gibt es sonst nirgends! Zu jedem Bild gibt es die Frage eines Durchschnitts-Nachfragers mit entsprechender Antwort meinerseits plus Verbesserungs-Analyse. Nicht immer ernst gemeint by the way.

Vereidigung neuer Gemeinderäte der Stadt Chur, fotografiert am 4.2.2016

Was ist denn bitte so schlecht daran? Die Füsse der Gemeinderäte und des Weibels wurden durch die fotografische Perspektive abgeschnitten. Ferner erinnert die Lichtstimmung dem Inneren einer Kuh.

Was kann man besser machen? Ein mobiles Fotostudio aufstellen und die Vereidigung vorher proben.

Michael Wolf (rechts) und Romano Paterlini posieren vor der MZH Lenzerheide, fotografiert am 29.1.2016.

Hä, ist doch alles gut soweit? Naja, die beiden Herren stehen dank mir einwenig unbeholfen in der Winterlandschaft herum.

Was kann man besser machen? Mehr Interaktion zwischen den Protagonisten erzeugen.

Der britische Premier David Cameron spricht am 21.1.2016 am WEF in Davos.

Boah geil, der ehemalige Primeminister vor der Linse? Ja, hast du eine Lupe dabei?

Was kann man besser machen? Mehrere zehntausend Franken in ein grosses Teleobjektiv und einen dies tragenden Sherpa investieren.

Die Wandertage der «Südostschweiz» gastieren in Flims zum Thema Wasserwelten, fotografiert am 5.8.2016.

Cool, der Typ steht auf einer Glasscheibe, ist doch lässig? Vielleicht wäre Blitzen eine gute Idee gewesen.

Was kann man besser machen? Das Bild durch Weitwinkel und Blitz interessanter gestalten.

Impression aus dem Posthotel Churwalden, fotografiert am 12.1.2016.

Oh, was für eine schöne Stube! Ja, in Wirklichkeit ist sie noch viel schöner. Nur habe ich das leider nicht geschafft, im Bild umzusetzen.

Was kann man denn besser machen? Sorry, bin zutiefst ratlos.

Nadine Meng und Kaspar Bernet, neue Programmleiter Bühne, Kino Rätia Thusis, fotografiert am 30.12.2015.

He das ist ja ein Foto aus dem Jahr 2015? Oha blätz, ja stimmt. Sorry.

Was kann man besser machen? Auch hier ist die Ausleuchtung nicht wirklich vorteilhaft. Blöd ist halt amigs, wenn diese Blitzbatterien in kalten Monaten einfach so den Geist aufgeben.

Verleihung Willy-Reber-Preis an Rolf Iseli (links), überreicht durch Stiftungspräsident Rudolf Schaub (mitte) und Museumsdirektor Stephan Kunz am 25.11.2016.

Ziemlich puristische Kombination, hmm? Ja, das Foto entstand unter enormem Zeitdruck, was beim Beruf des Pressefotografen eigentlich Alltag ist. Nur sieht man dem Foto ebendiesen Zeitdruck gut an.

Was kann man besser machen? Die Zeitachse krümmen.

Franz Gschwend, Gemeindepräsident von Laax, fotografiert am 28.4.2016.

Hey schön, man sieht doch alles: Den Präsi, das Laaxer Wappen, das Gemeindehaus. Ist doch gut? Ja, und leider sind die Hände durch beherzten Einsatz eines Weitwinkelobjektivs grösser als eigentlich.

Was kann man besser machen? Das rechte Bein lieber auf gleicher Höhe wie das Linke lassen. Also prinzipiell eine grundlegend andere Positionierung des Gemeindepräsidenten anstreben.

Aurelio Casanova, Remo Cahenzli, Jon Domenic Parolini und Urs Schädler (von links) eröffnen die ILHGA am 14.10.2016.

Ist doch kein schlechtes Fötali? Nein. Banddurchschneideanlässe (von fancy Marketing-Buden «Ribbon Cutting» genannt) sind eine der Essenzen der regionalen Pressefotografie.

Was kann man besser machen? Nichts. Das gehört halt einfach dazu. Der normale fotografische Anspruch hier einfach nicht eingebracht werden.

Eröffnung der Wasser Rutschbahn im Hallenbad Chur am 8.9.2016.

Die pure Freude, so ein tolles Bild! Jajaja..! Hallo, lieber Betrachter dieses «Worst ofs». Du hättest mit deinem Handy besser fotografiert.

Was kann man besser machen? Das Angebot von Stapi Urs Marti (nicht im Bild) nächstes Mal annehmen: Badehose schnappen und die neue Rutsche gleich selber ausprobieren. Mit Fotokamera.

Kulturpolitischer Stammtisch Internationale Walsertage, fotografiert am 15.9.2016.

Um was gehts hier? Ein gutes Bild sollte dies eigentlich klären. NEF!

Was kann man besser machen? Weniger Hinterköpfe, heisst konkret in stundenlangem Entschuldigen durch die Menschenmasse den Weg nach vorne bahnen.

So das wars. Es sei zu beachten, dass in keine der Fälle das auf den Fotos Abgebildete Schuld an der Misere ist. Für all die Menschen, die ich 2016 nicht ganz so gut wie sonst fotografiert habe – wir sehen uns vielleicht 2017 wieder, dann mach ichs besser, versprochen.

Monatliche Rückblicke auf meine besten Fotos gibt es übrigens hier unter selbiger Rubrik, der Retrospectiva.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch!